Flexport hat ein internes 90-Tage-Programm gestartet, mit dem Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen lernen, eigene KI-Werkzeuge zu bauen.

Das Interessante daran ist nicht der Begriff “Vibe Coding”. Das Interessante ist die Haltung dahinter.

Die Fachbereiche warten nicht darauf, dass irgendwo ein großes System fertig wird. Sie lernen, ihre eigenen Arbeitsprobleme so zu beschreiben, dass daraus kleine, geprüfte Automationen entstehen können.

Das ist für Logistikunternehmen relevant.

Denn viele KI-Anwendungsfälle entstehen nicht in der Strategieabteilung. Sie entstehen dort, wo Menschen jeden Tag dieselben Reibungen erleben:

  • Ein Formular ist fast richtig, aber nicht ganz.
  • Eine Zoll- oder Transportinformation fehlt.
  • Eine E-Mail enthält den entscheidenden Hinweis.
  • Ein Bescheid muss gelesen werden.
  • Eine Rückfrage kommt zu spät.
  • Ein Kunde fragt nach einem Status, der irgendwo vorhanden ist, aber nicht dort, wo man ihn braucht.

Die Menschen, die diese Reibungen kennen, müssen nicht alle Programmierer werden. Aber sie müssen lernen, gute Aufgaben für KI zu formulieren.

Das ist aus unserer Sicht eine neue Führungsaufgabe.

Nicht: “Wir kaufen KI.”

Sondern: “Wir lernen, Arbeit so zu beschreiben, dass KI sinnvoll helfen kann.”

KI-Know-how für Logistiker:innen in 2 Minuten

Was ist ein Skill?

Ein Skill ist eine wiederverwendbare Fähigkeit für ein KI-System.

Ein Prompt ist oft einmalig: “Lies dieses Dokument.”

Ein Skill ist stabiler: “Wenn ein Genehmigungsbescheid kommt, prüfe zuerst diese Punkte, extrahiere diese Felder, markiere Unsicherheiten und bereite diese Rückfragen vor.”

Skills machen KI-Arbeit wiederholbarer.

In der Logistik kann ein Skill zum Beispiel heißen:

  • Bescheid lesen
  • Auflagen extrahieren
  • Transportdaten prüfen
  • fehlende Informationen markieren
  • Rückfrage an Dispo vorbereiten

Genau hier wird KI praktisch. Nicht als allgemeines Wunderwerkzeug, sondern als Sammlung kleiner, sauber geführter Arbeitsfähigkeiten.

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